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Wiler Ortsbürger sichern Land

Wiler Ortsbürger sichern Land für RLZ Ost

Mit der Zustimmung zum Landverkauf an die Stadt Wil für ein RLZ Ost machten die Wiler Ortsbürger am Montagabend den Weg frei für den Bau.
15.04.2008, Niklaus Jung - infowilplus

Der Landverkauf „Langacker“ der Wiler Ortsbürger an die Stadt Wil für die Realisierung von RLZ Ost (Regionales Leistungszentrum Ost) fand grossmehrheitliche Zustimmung anlässlich der Bürgerversammlung vom Montagabend in der Tonhalle Wil, ein Rückweisungsantrag mit Umstellung auf Baurechtsvertrag hatte keine Chance. Neben der Genehmigung von Rechnung 07 und Budget 08 bewilligte die Versammlung auch 15'000 Franken für die Entwicklung einer Zukunftsstrategie.

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Niklaus Sutter, Präsident der Wiler Ortsbürger, machte deutlich, dass sie sich gegen eine Einzonung eines Teils im Weidgut wehren werden. Dies zeigt nicht die Abstimmung über den Landverkauf für das RLZ Ost, aber diese fiel nicht viel anders aus.

Es war keine Bürgerversammlung von ausserordentlichem Charakter. Dennoch fielen an der diesjährigen Rechnungsgemeinde der Ortsbürger Entscheide von weitreichendem Charakter, welche ihre Auswirkungen erst über die Jahre zeigen werden. Bei den Wiler Ortsbürgern hat man erkannt, dass ob dem Wegfallen praktisch aller gesetzlichen Aufgaben eine neue Identität geschaffen werden muss.

Weidgut als grünen Gürtel erhalten
Eingangs der Bürgerversammlung informierte der Vorsitzende Niklaus Sutter über Geschäfte der 2008 auslaufenden Amtsperiode. So informierte er, dass bei den Gesamterneuerungswahlen im Herbst keine Mutationen zu erwarten sind.

Ausführlich wurde Sutter beim Thema Liegenschaft „Weidgut“. Das 12,6 ha grosse Landwirtschaftsland mit Wohnhaus, Scheune und Stall soll im Grünen Gürtel der Stadt verbleiben und als „nicht überbaubares Gebiet“ die ökologische Ausrichtung der Ortsgemeinde dokumentieren. Damit nehmen die Ortsbürger klar Stellung gegen die Vorstellung im Stadtentwicklungskonzept, Teile des Weidgutes einzuzonen.

Aktives Engagement unterstreichen
Der Stellenwert der Ortsbürger hat sich gewandelt. Ausser der Mitwirkung beim Einbürgerungsverfahren nehmen die Ortsbürger keine gesetzlichen Aufgaben mehr wahr, führte Ortsbürgerpräsident Niklaus Sutter weiter an. Die Mittel werden werden für frei gewählte Aufgaben im öffentlichen Interesse, im kulturellen und ökologischen Bereich, eingesetzt. Die steigenden Defizite der Tonhalle, die finanzellen Lasten für Stadtmuseum, Archiv und Baronenhaus und die unsichere Entwicklung in der Forstwirtschaft machten eine Strategieplanung nötig.

Zu den finanziellen Überlegungen muss nach Sutter auch der identitätsstiftende Charakter der Ortsbürger einfliessen. Entscheidend für die Zugehörigkeit dürfe in der Zukunft nicht mehr allein der Erwerb der Staatsbürgerschaft sein, sondern vielmehr sei das aktive Engagement im kulturellen, ökologischen und gesellschaftlichen Bereich gefragt. Der im Budget 08 bewilligte Betrag von 15'000 Franken wird für detaillierte Abklärungen der Zukunftsstrategie mit dem ehemaligen Staatssekretär Dieter Niedermann verwendet. Die Ortsbürger sollen an der nächsten Versammlung darüber befinden können.

Landverkauf für Regionales Leistungszentrum entschieden
Der Vorschlag des Ortsbürgerrates, der Stadt Wil das Landstück „Langacker“, direkt neben der Sportanlage Lindenhof, zum Betrag von 1,69 Mio Franken zu verkaufen, stiess an der Versammlung nicht auf einhellige Zustimmung. Das Landstück will die Stadt Wil erwerben, um das Regionale Leistungszentrum Ost, eines der acht Schweizer Sportzentren, in der Stadt Wil zu verwirklichen. Der Druck an diesem Abend über Sein oder Nichtsein des Zentrums in Wil störte den Votanten, er wollte die Vorlage zurückweisen und einen Baurechtsvertrag erreichen.

Der Vorsitzende begründete den Verkauf einerseits darin, dass sie ob den geforderten Zinsermässigungen im Rat klar zum Schluss gekommen seinen, dass ein Verkauf die bessere Lösung ist. Den Vorwurf eines überraschend geforderten Entscheides, ein Nein der Ortsbürger hätte schwerwiegende Folgen, wies Sutter zurück. Sie hätten schon vor Jahresfrist auf die Verhandlungen hingewiesen und darin auch den Stellenwert des Vorhabens aufgezeigt. Die Abstimmung zeigte dann eine klare Befürwortung des Verkaufs, es gab nur wenige Gegenstimmen.

Rechnung und Budget genehmigt
Die Rechnung 07 der Ortsbürger schliesst mit einem Überschuss von 37'000 Franken ab, was nicht zuletzt dem guten Verlauf bei der Forstwirtschaft mit Mehreinnahmen von 53'000 Franken zu verdanken ist. Bei der Tonhalle musste ungeplant das Flachdach des kleinen Saales mit Kosten von 63'800 Franken saniert werden.

Das Budget 2008 rechnet mit einem Gesamtaufwand von 2,7 Mio Franken und weicht nicht gravierend vom Budget 07 ab. Im Budget wurde neu je ein Erneuerungsfond für die Tonhalle und das Baronenhaus eingerichtet, welche jährlich mit 25'000, bzw. 20'000 Franken gespiesen werden. Beim Rat ist man sich allerdings im klaren, dass diese Gelder nur einen kleinen Beitrag darstellen, was nächste Sanierungen einmal fordern werden. Rechnung 07 wie Budget fanden soweit einhellige Zustimmung.

Im Anschluss an die Versammlung präsentierte Revierförster Toni Ziegler einen Waldspaziergang, welcher die Schönheiten und Erholungsräume im Besitz der Wiler Ortsbürger aufzeigte. Die 4,2 Mio m2 Wald haben nach Ziegler eine wichtige Funktion. Den Menschen bieten sie Erholungsräume, aber auch für Pflanzen und Tiere sei darin ein wichtiger Lebensraum.

Stiftungsgründung

21. April 2008 Stiftungsgründung RLZ Ostschweiz

Der Stiftungsrat für das RLZ Ostschweiz ist gewählt.

In Wil soll in den nächsten Monaten ein regionales Leistungszentrum für Kunstturner realisiert werden. Ein wichtiger Schritt dafür ist die Trägerschaft in Form einer Stiftung, die in diesen Tagen erfolgte. Die Stiftung ist Bauherr der geplanten Sporthalle.

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Stiftungsrat: v.l.n.r. Dr. med Bruno Strub, Stiftungsrat, Frau Imelda Stadler, Präsidentin der stiftung RLZO, Markus Meli, dipl. Wirtschaftsprüfer St.Gallen. Leitend RLZOe: v.l.n.r. Dr. med Bruno Strub Stiftungsrat,Frau Imelda Stadler, Präsidentin der stiftung RLZO, Willi Aurich,Projektleiter RLZO

Als Präsidentin der Stiftung wurde Imelda Stadler, Präsidentin des St.Galler Turnverbandes (SGTV) gewählt.

Das vordringliche Ziel dieser Stiftung ist es die Gesamtfinanzierung sicher zu stellen. Dies sollte in den nächsten Monaten abgeschlossen werden, damit noch in diesem Jahr mit dem Bau der Halle begonnen werden kann.

Baueingabe

Der Baugesuch für Kunstturnhalle RLZ Ostschweiz ist eingereicht

Der Stiftungsrat des RLZ Ostschweiz, der Architekt, und der Projektleiter überbrachten am 17. April 2008 in festlichem Rahmen dem Leiter des Wiler Bauamtes Martin Aurich die Pläne für das regionale Leistungszentrum.

Baueingabe-17.04.08 Baueingabe-Bauamt-Wil

Baueingabe am 17.4.08: v.l.n.r.:
Martin Aurich, (Bauamt Wil), Imelda Stadler, Markus Meli, Erhard Andermatt

Baueingabe an das Wiler Bauamt v.l.n.r.:
Martin Aurich (Bauamt Wil), Dr. med. Bruno Strub, Imelda Stadler, Markus Meli, Erhard Andermatt

Akteure-vor-der-Baueingabe

stiftungsrat-RLZO

Baueingabe an das Wiler Bauamt v.l.n.r.:
Martin Aurich, Willi Aurich, Erhard Andermatt, Imelda Stadler, Dr. med. Bruno Strub, Markus Meli

Stiftungsrat v.l.n.r.:
Dr. med. Bruno Strub, Imelda Stadler, Markus Meli

Der Architekt Erhard Andermatt, übergab das „Paket“ in Reckleder umschnürter Verpackung. Imelda Stadler, die Stiftungs-präsidentin, überreichte symbolisch einen Baustein. Dabei betonte sie, dass das finanzielle Polster noch nicht ausreichend sei. Man sei weiterhin engagiert auf der Suche nach der noch fehlenden Million. Es sei daher auch ein Verkauf von Backsteinen lanciert worden, die für Fr. 25.00 das Stück verkauft werden.

Grünes Licht

Wiler Stadtparlament gibt grünes Licht für den Bau RLZ OSTSCHWEIZ

Die Wiler Parlamentarier stimmten dem Erwerb des Grundstückes „Langacker“ sowie der Abtretung desselben im Baurecht an das RLZO ohne Gegenstimme zu. Der zustimmenden Beschluss unterliegt dem fakultative Referendum.

RLZO-im-Parlament-in-Wil Abstimmung-Annahme
LeitendeRLZO im Wiler Parlament Die Wiler Parlamentarier stimmten dem Erwerb des Grundstückes „Langacker“ sowie der Abtretung desselben im Baurecht an das RLZO ohne Gegenstimme zu.

Mitglieder der Projektgruppe RLZ Ostschweiz waren während der Behandlung des „Traktandum RLZO“ auf der Zuschauertribüne präsent. Unter ihnen die Stiftungspräsidentin Imelda Stadler und der Präsident des TZ Fürstenland, Dr. med. Bruno Strub. Die äusserst positiven Voten von Norbert Hodel (vorberatender Kommissionspräsident), Markus Hilber und Esther Spinas zugunsten eines regionalen Leistungszentrums Ostschweiz wurden mit grosser Genugtuung wahrgenommen. Die Freude darüber ist gross.

Es fällt dem Projektteam jetzt sicher leichter, das Projekt positive zu Ende zu führen. Nebst der Realisation des Baus wird die Finanzierung durch Sponsoring oberste Priorität bleiben. Die definitive Vereinsgründung zur Betriebsführung (Traineranstellungen, Schule) muss bis in den Herbst 2008 erfolgen. Die Eröffnung des RLZ Ostschweiz im 2009 scheint immer wahrscheinlicher./ea



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